Wüst: Menschen nicht mit Corona-Regeln verunsichern

34
Olaf Scholz (m), Hendrik Wüst und Franziska Giffey
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD, M), Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Franziska Giffey (SPD), Regierende Bürgermeisterin von Berlin, kommen nach einem Treffen im Kanzleramt zu einer Pressekonferenz. Foto: Hannibal Hanschke/POOL AP/dpa

Berlin. Die Menschen dürfen von neuen Corona-Regeln wie der Änderung des Genesenenstatus nach Worten von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) künftig nicht mehr überrumpelt werden.

Die kurzfristige und unangekündigte Verkürzung des Genesenenstatus durch das Robert Koch-Institut (RKI) von 180 Tagen auf 90 Tage habe «viele Menschen überrascht und verunsichert», sagte Wüst am Montag nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise.

«Alle Länder, und zwar parteiübergreifend, waren sich heute einig, dass sich das nicht wiederholen darf», sagte Wüst, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) habe zugesagt, entsprechende Vorkehrungen für die Zukunft zu treffen.

«Solche Änderungen brauchen einen angemessenen Vorlauf», sagte Wüst. «Die Menschen müssen sich darauf auch ein Stück vorbereiten können.» Zu einer vorausschauenden Pandemiepolitik gehöre auch Verlässlichkeit.

Nach den jüngste Änderungen beim Genesenenstatus und beim Impfstatus von Menschen mit Erstimpfung des Präparats von Johnson & Johnson war das Bundesgesundheitsministerium aus der Union heftig kritisiert worden. Die Änderungen seien nicht klar mitgeteilt worden. Lauterbach entschuldigte sich bei der Bund-Länder-Schalte am Montag nach Angaben mehrerer Teilnehmer für das Vorgehen und sagte Besserungen zu.