Grüne fordern Aufklärung über PCR-Tests an Grundschulen

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Masken liegen in einem Klassenzimmer auf einem Schulbuch. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Masken liegen in einem Klassenzimmer auf einem Schulbuch. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Düsseldorf. Die Grünen fordern von der Landesregierung dringende Aufklärung über das weitere Vorgehen bei den als besonders sicher geltenden PCR-Tests für Schüler an den Grundschulen.

Aktuell berichteten Schulen, dass Labore aus Kapazitätsgründen oder mit Hinweis auf die Entscheidungen der Bund-Länder-Konferenz die Auswertung der Einzelproben stoppen würden, erklärte Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der Grünen, am Dienstag in Düsseldorf.

Damit müssten nun diejenigen, die sich nach positivem Pool-Test in Quarantäne befinden, weiter in Isolation bleiben. Das bedeute einen faktischen Lockdown für Tausende Kinder. Beer warf Schulministerin Yvonne Gebauer vor, bisher dazu zu schweigen. Die Landesregierung müsse erklären, welche Auswirkungen die begrenzten Laborkapazitäten auf die Testungen an Grundschulen haben und welche Konsequenzen sie daraus ziehe. Darauf ziele ein Antrag zur kommenden Parlamentssitzung.

Bei den Corona-Checks mit den PCR-Lolli-Tests an den Grund- und Förderschulen sollen Schüler seit dem 10. Januar je zwei statt zuvor eine Speichelprobe abgeben. Falls bei der gebündelten Analyse der Proben ganzer Lerngruppen ein positives Ergebnis festgestellt werde, könnten im Labor noch am selben Tag Einzelproben untersucht werden, hatte das Schulministerium im alten Jahr angekündigt. Damals standen erneute Testungen zu Hause am Folgetag an. Nach dem Schulstart 2022 hatte einige Grundschulen über Probleme bei der Auswertung geklagt.

Nach einem Online-Bericht der «WAZ» von Dienstag können sogenannte Rückstellproben von Grundschülern vielerorts nicht mehr schnell genug ausgewertet werden. Das Schulministerium prüfe das weitere Vorgehen.