Studie: Maske mindert Leistung der Schüler wohl nicht

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Eine Maske liegt während des Unterrichts auf einem Federmäppchen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Eine Maske liegt während des Unterrichts auf einem Federmäppchen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Bochum. Das Tragen einer Maske im Unterricht beeinträchtigt einer kleineren Studie der Universitätskinderklinik Bochum zufolge wohl nicht die Leistungsfähigkeit der Schüler.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung mit 133 Kindern an einer Gesamtschule in Gelsenkirchen, wie die Universitätskinderklinik am Dienstag mitteilte. «Das Tragen der Maske wirkt sich nicht negativ auf die Leistungs- und Aufnahmefähigkeit der Schüler aus.»

Teilgenommen hatten 133 Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 14 Jahren aus insgesamt 13 Klassen der Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 in Räumen mit guten Ventilationssystemen und Luftfiltern. Auch die «Westfälische Allgemeine Zeitung» berichtete.

Neben der Zahl einbezogener Schüler war auch der Untersuchungszeitraum vergleichsweise gering: In den ersten beiden Unterrichtsstunden trugen alle beteiligten Kinder einen Mund-Nasen-Schutz – eine FFP-Maske oder eine medizinische Maske. Danach wurden die Gruppen nach Angaben der Hochschule geteilt und zwei weitere Stunden in getrennten Räumen unterrichtet. 65 Kinder trugen eine Maske, 68 Kinder lernten ohne Mund-Nasen-Bedeckung. Es folgte ein computerbasierter Leistungstest in Kleingruppen auf Basis einer standardisierten Messmethode, die das ALA-Institut für Arbeiten Lernen Altern (Bochum) entwickelt hatte.

Ergebnis: In keiner der drei Jahrgangsstufen gab es – bezogen auf das Maske-Tragen – signifikante Abweichungen in den Testergebnissen. Und: «Unbeeinträchtigt von der Maske zeigten sich insbesondere Schülerinnen und Schüler, die viel Sport treiben.» Das Ergebnis könne Eltern aufatmen lassen: «Gut zu wissen, dass die schulische Leistung durch die Maske nicht geschmälert wird. Das ist beruhigend», betonte Thomas Lücke, Direktor der Universitätskinderklinik, laut Mitteilung.

Ein Sprecher der Universitätskinderklinik sagte auf dpa-Anfrage, man gehe auch bei 133 Teilnehmern an lediglich einer Schule von einer hohen und generellen Aussagekraft der Untersuchung aus. Die statistische Verwertbarkeit und Aussagekraft sei wissenschaftlich belegt. Die Studie war kurz zuvor in der Fachzeitschrift «Children» publiziert worden. Seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren gehört das Tragen von Masken auch an Schulen zum Alltag. Vielen Eltern bereite das Sorge, zitierte die Uni Schulleiterin Maike Selter-Beer. Das Resultat der Wissenschaftler zeige nun, dass diese Ängste unbegründet seien.