Richter in Düsseldorf wegen Betrugsverdachts vor Gericht

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Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen, die sich auf einem Tisch stapeln. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen, die sich auf einem Tisch stapeln. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Düsseldorf. Ein Richter muss am heutigen Mittwoch (10.00 Uhr) im Düsseldorfer Amtsgericht an ungewohnter Stelle Platz nehmen: auf der Anklagebank.

Die Staatsanwaltschaft hat ihn wegen Betrugs angeklagt. Laut Anklage hatte sich der Jurist zwischen 2017 und 2019 vom Landesamt für Besoldung zu Unrecht Behandlungskosten für seine Frau in Höhe von 13.000 Euro erstatten lassen.

Bei den entsprechenden Beihilfe-Anträgen habe der Richter mehrfach bewusst falsche Angaben zum Jahreseinkommen seiner Frau gemacht, deren jährlichen Einkünfte regelmäßig über der Bewilligungsgrenze von 18.000 Euro gelegen hätten. Das zuviel kassierte Geld hat der Richter nach Angaben des Gerichts bereits zurückgezahlt.