Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus in Erkrath

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Bürgermeister Christoph Schultz bei der Politur des Gedenkstein Bertha Mayers. Foto: Stadt Erkrath
Bürgermeister Christoph Schultz bei der Politur des Gedenkstein Bertha Mayers. Foto: Stadt Erkrath

Erkrath. Am 27. Januar gedenken bundesweit viele Menschen den Opfern des Nationalsozialismus. In Erkrath findet an diesem Tag seit 2017 die Reinigung der
Gedenksteine statt.

Die „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig erinnern vor den ehemaligen Wohnhäusern in Alt-Erkrath und Hochdahl an die Erkrather Opfer aus dieser Zeit.

An fünf Stellen in Alt-Erkrath sowie einer weiteren in Hochdahl brachte Bürgermeister Christoph Schultz begleitet von Vertreterinnen und Vertretern aus Rat und Verwaltung, Stolperstein-Paten sowie Erkrather Schülerinnen und Schülern die Steine mit Polierpaste wieder zum Glänzen und gedachte dabei der Ermordeten: „Die jährliche Politur der Gedenksteine ist Ausdruck unserer Anteilnahme und ein wichtiger Schritt, um niemals zu vergessen, welches Leid den Ermordeten und ihren Familien zugefügt worden ist. Die glänzenden Flächen ziehen so im Alltag wieder ihre Blicke auf sich und regen zum Nachdenken an.“

Die Reinigung der Stolpersteine ist eine jährliche Aktion gegen das Vergessen und in Gedenken an mehr als 13 Millionen zivile Opfer des Nationalsozialismus: „Männer, Frauen und Kinder jeden Alters wurden entrechtet, als wertlos erachtet und ermordet“, heißt es aus dem Erkrather Rathaus. Es liege in „unser aller Verantwortung, dass sich solche abscheulichen Taten nicht wiederholen“.