Gewerkschaft: Schulen sollen weiße Fahnen schwenken

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Grund- und Förderschulen sollen die weiße Fahne schwenken - die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ruft zu der Aktion auf. Foto: pixabay/Symbolbild
Grund- und Förderschulen sollen die weiße Fahne schwenken - die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ruft zu der Aktion auf. Foto: pixabay/Symbolbild

Kreis Mettmann. Angesichts der drohenden Überlastung an den Schulen initiiert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Aktion „Weiße Tücher“, um auf die „unhaltbaren Zustände“ aufmerksam zu machen. 

Jeden Mittwoch sollen weiße Fahnen und Tücher an den Schulen aus den Fenster gehängt werden, dazu ruft die Gewerkschaft auf. Grund sind die deutlich gestiegenen Anforderungen unter anderem an das Lehrpersonal, nicht nur den Unterricht zu stemmen, sondern sich auch um die aufwändigen Corona-Testverfahren zu kümmern – und das alles vor dem Hintergrund eines „eines eklatanten Lehrermangels“, so die GEW.

Die Inzidenzen gerade auch an Schulen und Kitas stiegen deutlich, erklärt die Gewerkschaft: „Immer mehr Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer müssen in Quarantäne oder sind an Covid-19 erkrankt“. Gleichzeitig seien Schulen massiv überlastet, ihnen würden „immer mehr Aufgaben zugewiesen“.

Die GEW im Kreis Mettmann hat deswegen alle Lehrkräfte, Grund- und Förderschulen angeschrieben und gebeten, sich an der Aktion Weiße Tücher zu beteiligen, um „auf die unhaltbaren Zustände in den Schulen aufmerksam zu machen“.

Seit zwei Jahren leisten die Schule nach Ansicht der Gewerkschaft mehr als sie können, erführen dafür gleichzeitig aber keine Entlastungen. Das will man nun sichtbar machen. Hinter der symbolischen Aktion steckt eine Forderung: „Als ersten Schritt brauchen vor allem die Grund- und Förderschulen vom Land und von der Kommune zumindest Personal für die Durchführung der aufwändigen Testverfahren und die Aufgaben, die eigentlich das Gesundheitsamt übernehmen muss“, so die GEW. „Solange das nicht erfüllt ist, rufen wir die Schulen auf, ein öffentliches Zeichen zu setzen“.