Kuckelkorn: Klare Regeln für Karneval von Landesregierung

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Eine Karnevalströte liegt an einem Straßenrand. Foto: Michael Reichel/dpa/Symbolbild
Eine Karnevalströte liegt an einem Straßenrand. Foto: Michael Reichel/dpa/Symbolbild

Köln. Rund drei Wochen vor Beginn des Straßenkarnevals fordert der Kölner Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn von der Landesregierung klare Corona-Regeln.

Man wolle «ein klares Statement von der Politik, wohin es geht: Öffnung oder Verschärfung», sagte Kuckelkorn dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Montag). Der organisierte Karneval habe sich bisher auf Bitte der Landesregierung sehr zurückgehalten. «Und jetzt kommen kommerzielle Anbieter und bieten teilweise auf Terminen, die wir frei gemacht haben, eigene Formate an. Das führt zu einem Ungleichgewicht.» Das Brauchtum könne so dauerhaften Schaden erleiden, weil sich kommerzielle Anbieter Marktpositionen erkämpften. Außerdem könne das Image von Köln negativ beeinflusst werden, wenn «im Straßenkarneval wieder Bilder erzeugt werden, die nicht der organisierte Karneval verantwortet».

Am Samstagabend hatten 250 Jecken in einem Kölner Hotel gefeiert. Dabei galt nach Angaben des Veranstalters die 2G-plus-Reglung. Alle Vorgaben der Corona-Schutzverordnung seien eingehalten worden: «Karneval feiern ist erlaubt, man muss nur wissen wie.» Bis Karnevalssonntag plant der Kostümhändler Deiters an allen Wochenenden ähnliche Veranstaltungen, teilweise mit bis zu 750 Gästen in einer Halle. Für das Bühnenprogramm sind Karnevalsgrößen wie die Bläck Fööss und die Paveier angekündigt.

Die meisten Karnevalsgesellschaften in Köln dagegen haben ihre ursprünglich geplanten Sitzungen auf Bitten des Festkomitees abgesagt.