Verdi im Arbeitskampf bei Postbank

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Ein Schild mit dem Logo der Postbank ist zu sehen. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Ein Schild mit dem Logo der Postbank ist zu sehen. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Berlin. Beschäftigte der zum Deutsche-Bank-Konzern gehörenden Postbank haben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Montag mit einem eintägigen Arbeitskampf begonnen.

Zahlen zur Beteiligung konnte ein Gewerkschaftssprecher am Morgen zunächst nicht nennen. Die Gewerkschaft rechne mit einer Beteiligung von 50 bis 80 Prozent.

Nach dem Willen der Gewerkschaft sollen die Beschäftigten in allen Postbank-Callcentern sowie den Filialen in Berlin, Dortmund und Köln am Montag die Arbeit niederlegen. Nach dem enttäuschenden Verhandlungsauftakt bei den Tarifverhandlungen Anfang des Jahres wolle Verdi nun den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen, hieß es.

Verdi fordert für die rund 15.000 Beschäftigten sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens 180 Euro. Die Ausbildungsvergütung soll um 150 Euro erhöht, Auszubildende sollen nach Abschluss unbefristet übernommen werden. Zudem will die Gewerkschaft eine Corona-Prämie und Anspruch auf Arbeit im Homeoffice durchsetzen.

Verhandelt wird seit dem 10. Januar. Wegen einer aus Verdi-Sicht enttäuschenden ersten Runde gab es bei der Postbank bereits erste Warnstreiks. Für die Postbank wird wegen ihrer Tradition von Haustarifverträgen gesondert verhandelt. Zudem wird laufen derzeit Verhandlungen für die rund 140.000 Beschäftigten privater Banken sowie die etwa 60.000 Beschäftigten von Landes- und Förderbanken.