Autozulieferer will Teilefertigung von Airbus übernehmen

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Ein Segment eines Flugzeugrumpfes steht vor einer Fertigungshalle auf dem Werksgelände von Airbus. Foto: Marcus Brandt/dpa/Archivbild
Ein Segment eines Flugzeugrumpfes steht vor einer Fertigungshalle auf dem Werksgelände von Airbus. Foto: Marcus Brandt/dpa/Archivbild

Hamburg. Der nordrhein-westfälische Autozulieferer Muhr und Bender KG (Mubea) will die defizitäre Einzelteilefertigung des Flugzeugbauers Airbus übernehmen.

Seitens des Unternehmens liege ein «überzeugendes Angebot» vor, dass die Standorte Augsburg und Varel sowie Brașov in Rumänien umfasse, teilte Airbus am Dienstag in Hamburg mit. «Das Angebot beinhaltet ein umfangreiches Konzept zur langfristigen Arbeitsplatzsicherung und ermöglicht die Schaffung eines wettbewerbsfähigen deutschen Unternehmens.» In der betroffenen Sparte sind nach Angaben von Airbus-Deutschlandchef André Walter derzeit gut 3000 Menschen beschäftigt.

Der Verkauf der Teilefertigung, die bislang bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec angesiedelt ist, gehört zu den bislang umstrittenen Umbauplänen von Airbus für die zivile Flugzeugfertigung in Deutschland. Dazu haben sich Airbus und IG Metall am Dienstagmorgen nach 18-stündigen Verhandlungen auf ein umfangreiches Paket zur Sicherung von Beschäftigung und Standorten geeinigt.

Dazu gehört, dass der Verkauf nicht gegen den Willen der IG Metall über die Bühne gehen darf. «In den kommenden Wochen werden die Arbeitnehmervertreter das schriftliche Angebot von Mubea in Bezug auf Standorte und Beschäftigte prüfen», heißt es in der Airbus-Mitteilung. «Die endgültige Entscheidung über den Verkauf wird gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern gefällt.»