Drogen in Straßenwalzen geschmuggelt: Angeklagte schweigen

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Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild
Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Bochum. Eine Bande soll über eine Tonne Marihuana an- und weiterverkauft haben. Jetzt stehen in Bochum acht Männer vor Gericht.

Acht mutmaßliche Mitglieder eines internationalen Drogenschmugglerrings müssen sich seit Dienstag in Bochum vor Gericht verantworten. Den Angeklagten wird vorgeworfen, zwischen April 2020 und Oktober 2021 mehr als eine Tonne Marihuana an- und weiterverkauft zu haben. Das Rauschgift soll von Spanien über Frankreich und Luxemburg nach Deutschland geschmuggelt worden sein. Als Versteck dienten laut Anklage unter anderem die Walzen von Straßenbaumaschinen, die extra aufgeschweißt worden sein sollen. Zum Prozessauftakt am Bochumer Landgericht haben sich die 35 bis 55 Jahre alten Angeklagten noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Mitglieder der Bande in unterschiedlicher Zusammensetzung immer wieder nach Tarragona in Spanien gereist sind, um dort Marihuana zu kaufen. Lkw-Fahrer sollen das Rauschgift anschließend zumeist nach Gelsenkirchen gefahren haben, von wo aus es an Abnehmer in Deutschland weiterverkauft worden sein soll. Neben Marihuana-Geschäften geht es im Prozess außerdem um Kokain- und Heroingeschäfte.

Laut Anklage hat die Gruppierung, zu der noch weitere Mitglieder gehört haben sollen, über den bis zu seiner Entschlüsselung gesicherten Messangerdienst Encrochat kommuniziert.

Das Bochumer Landgericht hat für den Prozess zunächst noch 22 Verhandlungstage bis Ende Mai vorgesehen.