Nach mutmaßlichem Autorennen: Mann wegen Mordes vor Gericht

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Das Justizzentrum in Aachen mit dem Amts- und Landgericht. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild
Das Justizzentrum in Aachen mit dem Amts- und Landgericht. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Aachen. Rund eineinhalb Jahre nach einem Autounfall in der Eifel, bei dem ein achtjähriges Mädchen starb, muss sich ein 20 Jahre alter Mann wegen Mordes vor dem Landgericht Aachen verantworten.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft sei zugelassen, teilte das Landgericht am Dienstag mit. Ein anderer Mann im Alter von 21 Jahren ist wegen versuchten Mordes in drei Fällen angeklagt. Dem 20-Jährigen werden zudem zwei Fälle versuchten Mordes angelastet.

Im August 2020 sollen die beiden damals 19 Jahre alten Männer auf einer Landstraße durch ein Waldgebiet südlich von Aachen ein verbotenes Autorennen gefahren sein. Bei einem Überholmanöver prallte der 20-Jährige mit seinem Wagen frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. In dem Wagen wurden der damals 40-jährige Fahrer, seine 32 Jahre alte Beifahrerin und ein acht Jahre altes Mädchen schwer verletzt. Die Tochter der Frau starb später im Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft Aachen geht davon aus, dass die hintereinander Fahrenden in einer langgestreckten, unübersichtlichen Linkskurve einen Wagen überholten. Während der erste noch rechts einscheren konnte, prallte der zweite auf der Gegenspur frontal gegen das Auto mit den drei Insassen.

Nach Angaben des Landgerichts soll der Prozess vor der Jugendkammer am 21. März beginnen. Beide Männer saßen nach dem Unfall mehrere Monate in Untersuchungshaft. Später hob das Oberlandesgericht in Köln die Haftbefehle auf.