Prozess gegen Drach: Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen

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Ein PKW wird am Landgericht aus einem Sicherheitsbereich entfernt. Foto: Oliver Berg/dpa
Ein PKW wird am Landgericht aus einem Sicherheitsbereich entfernt. Foto: Oliver Berg/dpa

Köln. Der frühere Reemtsma-Entführer Thomas Drach ist wegen vier Überfällen auf Geldtransporter angeklagt. Das Kölner Landgericht hat sich auf einen der spektakulärsten Prozesse des Jahres eingestellt.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen beginnt heute vor dem Kölner Landgericht der Prozess gegen Thomas Drach. Der frühere Reemtsma-Entführer soll vier Überfälle auf Geldtransporter begangen haben. Er ist unter anderem wegen versuchten Mordes, besonders schweren Raubes und Brandstiftung angeklagt.

Bei den Überfällen 2018 und 2019 in Köln, Frankfurt am Main und Limburg sollen Drach und ein Mitangeklagter insgesamt mehr als 230.000 Euro erbeutet haben. Bei zwei der Taten soll Drach jeweils auf einen Sicherheitsmitarbeiter geschossen haben – die beiden Männer erlitten schwere Verletzungen. Er bestreitet die Vorwürfe.

Für Besucher des Gerichts wird es nach Angaben eines Sprechers aufwendige Zugangskontrollen geben. Rund um das Justizzentrum werde es zeitweise zu Straßensperrungen kommen. 1996 hatte Drach den Erben der Hamburger Tabak-Dynastie Reemtsma, Jan Philipp Reemtsma, entführt und ihn später gegen Lösegeld wieder freigelassen.