Thomas Drach will sich im Prozess nicht zu Vorwürfen äußern

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Der Angeklagte Thomas Drach steht beim Auftakt seines Prozesses im Verhandlungssaal. Foto: Oliver Berg/dpa
Der Angeklagte Thomas Drach steht beim Auftakt seines Prozesses im Verhandlungssaal. Foto: Oliver Berg/dpa

Köln. Der frühere Reemtsma-Entführer Thomas Drach will sich im Prozess gegen ihn am Kölner Landgericht nicht zu den erhobenen Vorwürfen äußern.

Der 61-Jährige werde von seinem Schweigerecht Gebrauch machen und sich weder zu seiner Person noch zur Sache äußern, erklärte sein Verteidiger am Dienstag am ersten Tag des Verfahrens. Zuvor waren die Personalien von Drach aufgenommen und die Anklage verlesen worden.

Drach wird in dem Prozess unter anderem versuchter Mord, besonders schwerer Raub und Brandstiftung vorgeworfen. Es geht dabei um vier Überfälle auf Geldtransporter in Köln, Frankfurt am Main und Limburg. Drach bestreitet die Vorwürfe.

Drach hatte 1996 den Erben der Hamburger Tabak-Dynastie Reemtsma, Jan Philipp Reemtsma, entführt und ihn später gegen Lösegeld wieder freigelassen. Für die Tat wurde er einst zu vierzehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Anfang 2021 war wegen des Verdachts auf die Überfälle in den Niederlanden festgenommen worden.