SPD fordert „Bahnhofsaufsichten“ an kleineren Haltestellen

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Die Logos der Verkehrsverbünde SPNV-Nord, NVR, VRR und NWL sind im Hauptbahnhof an einem Wagen zu sehen. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild
Die Logos der Verkehrsverbünde SPNV-Nord, NVR, VRR und NWL sind im Hauptbahnhof an einem Wagen zu sehen. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild

Düsseldorf. Die SPD im nordrhein-westfälischen Landtag schlägt «Bahnhofsaufsichten» für mehr Sicherheit und Sauberkeit im Personalnahverkehr vor.

«Vielen Menschen schaudert es, wenn sie Bahnhöfe und Haltepunkte in Nordrhein-Westfalen aufsuchen müssen», sagte Hartmut Ganzke, innenpolitischer Sprecher der SPD im Landtag, am Mittwoch. Bestimmte Haltepunkte in NRW seien regelrechte «Gruselorte», so Ganzke. An kleineren und mittleren Haltepunkten sollten nach Ansicht seiner Fraktion daher «Bahnhofsaufsichten» eingesetzt werden, die Müll und Vandalismusschäden beseitigen. Gleichzeitig könnten sie auch als Ansprechpartner für die Fahrgäste bereitstehen.

Die SPD spricht sich zudem für eine bessere Beleuchtung und mehr Videokameras in den Bahnhöfen aus, um potenzielle Täter abzuschrecken. Gerade in der dunkleren Jahreszeit fühlten sich viele Menschen an verwahrlosten und von Kriminalität betroffenen Bahnhöfen nicht mehr sicher, heißt es in einem SPD-Antrag, der in einer Sachverständigen-Anhörung im Innenausschuss des Landtages am Donnerstag diskutiert werden soll. Der Fahrgastverband Pro Bahn und die Deutsche Polizeigewerkschaft begrüßten den Vorstoß der Sozialdemokraten bereits in ihren schriftlichen Stellungnahmen.