Arzt soll falsche Atteste zur Impfbefreiung erstellt haben

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Ein Impfpass mit dem Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild
Ein Impfpass mit dem Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Leverkusen. Die Polizei hat am Donnerstagnachmittag die Praxis eines Arztes in Leverkusen durchsucht, der falsche Atteste zur Befreiung von einer Corona-Impfung ausgestellt haben soll. Der «Kölner Stadt-Anzeiger» hatte zuvor berichtet.

Gegen den Mediziner besteht laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft der Verdacht, «verschiedenen Patienten – ohne diese zuvor auf ihren aktuellen Gesundheitszustand untersucht zu haben – jeweils ein Attest zum Gebrauch bei Behörden ausgestellt zu haben, in welchen den Patienten bescheinigt wird, aus nicht näher spezifizierten medizinischen Gründen keine Covid-19-Impfung erhalten zu können».

Weiteres könne man «mit Blick auf die laufenden Ermittlungen und zum Schutz von Persönlichkeitsrechten Verfahrensbeteiligter derzeit nicht mitteilen», so die Staatsanwaltschaft. Nach Angaben des «Kölner Stadt-Anzeiger» wurde ein Reporter Augenzeuge der Razzia: Der Arzt habe sich verbarrikadiert und die Polizei die Tür zur Praxis daraufhin gewaltsam geöffnet. In den letzten Tagen – so die Zeitung – habe es lange Schlangen vor der Praxis gegeben.