Zorc sieht Bundesligisten wegen Corona im Nachteil

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Sportdirektor Michael Zorc. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild
Sportdirektor Michael Zorc. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Dortmund. Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc sieht die Fußball-Bundesliga im internationalen Vergleich wegen der strengeren Corona-Beschränkungen in Deutschland im Nachteil.

«Wir haben nun mal diese Einschränkungen, wir leben aktuell ohne echte Zuschauereinnahmen», sagte Zorc dem Fachmagazin «Kicker» und fügte hinzu: «Im Ausland sind die Stadien deutlich voller, das erzeugt schon wirtschaftliche Nachteile für die deutschen Klubs.» So rechnet er aus BVB-Sicht vor: «Wenn wir pro Heimspiel bis zu 4 Millionen Euro weniger umsetzen, summiert sich das – zumal wir schon zwei Geschäftsjahre hatten, die stark von der Corona-Pandemie beeinflusst waren.»

In Nordrhein-Westfalen waren bis zuletzt nur 750 Zuschauer im Freien zugelassen, am Mittwoch wurde immerhin eine Lockerung verabschiedet. So dürfen zukünftig beim BVB wieder 10.000 Fans ins Stadion. Corona habe den Bundesligisten schwer zugesetzt, so Zorc: «Die deutschen Klubs haben sich schon immer durch einen etwas anderen Weg definiert, der geprägt ist von wirtschaftlicher Solidität. Aber jetzt schlägt die Pandemie ins Kontor. Aktuell geht es den meisten Vereinen wirtschaftlich nicht gut, das ist ein Fakt.»