Corona: Schulleiter in Sorge um Abschlussklassen

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Ein Corona-Selbsttest wird über dem Federmäppchen eines Grundschülers gehalten. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Illustration
Ein Corona-Selbsttest wird über dem Federmäppchen eines Grundschülers gehalten. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Illustration

Köln/Solingen. Ein Schulleiter aus Solingen hat angesichts der Corona-Lage an den Schulen große Sorgen um die diesjährigen Abschlussklassen geäußert.

«Wenn ich an den allerersten Corona-Jahrgang denke, war eine ganz große Aufregung», sagte Andreas Tempel von der Alexander Coppel Gesamtschule in Solingen am Freitag dem Sender WDR5. Dabei hätten die damaligen Abiturienten nur drei Wochen Unterricht versäumt. «Das war eigentlich gar nichts gegenüber dem, was die jetzigen Jahrgänge nicht mitbekommen haben», sagte er.

Die diesjährigen Abschlussklassen hätten in den vorangegangenen Jahren schulisch verzichten müssen – hätten dies aber nicht aufholen können. Eine Schulmail, wie mit den Schülern umzugehen sei, werfe bislang mehr Fragen auf, als sie beantworte, erklärte Tempel. «Wir wissen also an den Schulen noch nicht, was wir da zur Entlastung bereitstellen können.» Er sagte: «Ich mache mir große Sorgen um die diesjährigen Abschlussklassen.»

Schon zum dritten Mal stehen in diesem Frühjahr Abi-Prüfungen unter Corona-Bedingungen an. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte am Mittwoch erklärt, es werde Erleichterungen für die bevorstehenden Abschlussprüfungen geben.