Anschwellende Flüsse: Hochwassergefahr im Bergland

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Eine Markierung zeigt den Wasserstand an. Foto: Fabian Strauch/dpa/Symbolbild
Eine Markierung zeigt den Wasserstand an. Foto: Fabian Strauch/dpa/Symbolbild

Essen/Hagen. Ergiebiger Dauerregen seit Sonntagnacht lässt viele Flüsse und Bäche in den Mittelgebirgen von Nordrhein-Westfalen anschwellen.

Weil die Bodenschichten bereits gesättigt seien und zusätzlich leichte Schneeschmelze einsetze, erwartete das Landamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) mittleres Hochwasser etwa an Lenne, Volme, Sieg und Wupper sowie in Teilen Ostwestfalen-Lippes, wie aus dem Lagebericht der Fachleute von Sonntagmorgen hervorgeht. Auch größere Hochwässer können nicht ausgeschlossen werden, hieß es dort weiter.

Der Deutsche Wetterdienst erwartet für Sonntag teils kräftigen Regen in ganz Nordrhein-Westfalen. Ausläufer eines Sturmtiefs sorgen bis in die kommende Nacht zu Montag für ein «stürmisches und nasses Wettergeschehen», teilte der DWD am Sonntag mit. Für Teile der Westeifel, des Bergischen Landes, Sauer- und Siegerlandes sowie des Eggegebirges gelten Warnungen vor Dauerregen: Es seien Niederschlagsmengen von 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden zu erwarten. «Das ist aber kein Vergleich zur Hochwassersituation im Juli», hatte ein Meteorologe des DWD am Samstag betont. Bei der großen Flut hatte es über eine noch längere Zeitspanne deutlich größere Niederschlagsmengen gegeben.

Am Sonntagmorgen waren laut Lanuv-Lagebericht zunächst nur leicht steigende Wasserstände an den Hochwassermeldepegeln zu beobachten – mit einem stärkeren Anstieg sei allerdings im Laufe des Vormittag zu rechnen, hieß es weiter. So hat der Volme-Pegel in Hagen-Eckesey die Schwelle überschritten, bei der das Lanuv vor der Gefahr überfluteter Flächen und leichten Verkehrsbehinderungen warnt. Auch an weiteren Pegeln könnte dieser Informationswert erreicht werden.

Der Wupperverband warnte Anlieger der Wupper und ihrer Nebenbäche besonders vorsichtig zu sein. Auch der Ruhrverband hatte vorab von möglichem Hochwasser im Einzugsgebiet der Ruhr gewarnt.