Prozess gegen Thomas Drach geht weiter

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Der Angeklagte Thomas Drach steht beim Auftakt seines Prozesses im Verhandlungssaal. Foto: Oliver Berg/dpa
Der Angeklagte Thomas Drach steht beim Auftakt seines Prozesses im Verhandlungssaal. Foto: Oliver Berg/dpa

Köln. Der frühere Reemtsma-Entführer Thomas Drach ist wegen vier Überfällen auf Geldtransporter angeklagt. Am Kölner Landgericht läuft daher einer der spektakulärsten Prozesse des Jahres. Nun steht der zweite Verhandlungstag bevor.

Nach einem etwas schleppenden Prozess-Start geht am Montag (9.15 Uhr) am Kölner Landgericht das Verfahren gegen den früheren Reemtsma-Entführer Thomas Drach weiter. Der 61-Jährige soll vier Geldtransporter in Köln, Frankfurt am Main und Limburg überfallen haben. Die Anklage lautet unter anderem auf versuchten Mord und besonders schweren Raub. Drach bestreitet die Vorwürfe. Ein mutmaßlicher Komplize ist mitangeklagt.

Beim Auftakt des Prozesses in der vergangenen Woche hatte es Verzögerungen, Unterbrechungen und mehrere Anträge der beteiligten Anwälte gegeben. Richter Jörg Michael Bern äußerte anschließend die Hoffnung, dass am zweiten Verhandlungstag alles «ein bisschen zügiger» vonstattengehen werde.

Drachs Anwälte hatten erklärt, dass sich der 61-Jährige nicht zu den erhobenen Vorwürfen äußern wolle. Er werde von seinem Schweigerecht Gebrauch machen und weder zu seiner Person noch zur Sache Angaben machen, sagte sein Verteidiger. Auch der niederländische Mitangeklagte wollte keine Aussagen machen. Sein Anwalt nannte die Anklageschrift dürftig, sie enthalte keine belastbaren Beweise.