Vollsperrung auf A1 nach Lkw-Brand: Giftige Substanz

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Ein Laster brennt auf der A1 bei Greven. Foto: Nordwest Media/dpa
Ein Laster brennt auf der A1 bei Greven. Foto: Nordwest Media/dpa

Greven. Einen Tag nach dem Brand eines mit Desinfektionsmittel beladenen Lastwagens auf der A1 bei Greven haben dort aufwendige Aufräumarbeiten begonnen.

Um verunreinigtes Erdreich im Böschungsbereich abzutragen, sei der Autobahnabschnitt zwischen Greven und Münster-Nord in Fahrtrichtung Dortmund seit dem Morgen erneut voll gesperrt, sagte eine Polizeisprecherin. Die oberste Erdschicht müsse entsorgen werden, um zu verhindern, dass eine entstandene giftige Substanz in die nahegelegene Ems und ein angrenzendes Naturschutzgebiet gelangen, schilderte die Sprecherin. An der A1 habe sich ein Stau von rund sechs Kilometern gebildet.

Das Desinfektionsmittel hatte sich beim Brand und den folgenden Löscharbeiten am Dienstag mit Löschwasser und -schaum sowie ausgelaufenem Diesel zu einer giftigen Mischung verbunden und war eine Böschung hinuntergelaufen. Laut Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH sollte der eingesetzte Bagger mit Hilfe eines Krans in die Böschung gehoben werden. Die Arbeiten sollen bis zum Mittwochabend abgeschlossen sein, teilte die Autobahn GmbH auf Twitter mit. Dann soll die Vollsperrung aufgehoben werden. Am Donnerstag müssten ab 8 Uhr noch Restarbeiten erfolgen, eine Sperrung sei dann aber nicht mehr nötig.

Der Lastwagen mit Anhänger war aus noch unbekannter Ursache in Brand geraten und brennende Flüssigkeit auf die Fahrbahn gelaufen. Tanklöschfahrzeuge mit bis zu 100 Einsatzkräften waren im Einsatz. Der Lkw-Fahrer hatte sich unverletzt retten können. Der Abschnitt von Bremen nach Köln war schon am Dienstag ab Greven stundenlang gesperrt worden.