Eltern-Umfrage: Mehrheit fordert weiter Präsenzunterricht

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Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Dortmund/Düsseldorf. Viele Eltern in Nordrhein-Westfalen wünschen sich einer Umfrage zufolge weiter Präsenzunterricht für ihre Kinder. Und nur wenige sind von der Sicherheit der Teststrategie für Schüler überzeugt, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Online-Umfrage der Landeselternkonferenz mit breiter Beteiligung ergab.

An der Erhebung, die keinen wissenschaftlich-repräsentativen Charakter hatte, nahmen den Angaben zufolge in der vergangenen Woche 39.526 Eltern teil, deren Antworten sich auf rund 49.190 Schüler bezogen, gut die Hälfte (53 Prozent) darunter auf Grundschüler.

Über alle Schularten hinweg sprechen sich demnach gut 57 Prozent der Eltern für Unterricht im Klassenzimmer aus. Weitere 11,6 Prozent befürworten einen Wechselunterricht an den Schulen – geteilte Klassen, die abwechselnd zu bestimmten Tagen kommen oder auch getrennt nur jeweils halbe Tage in Präsenz lernen. Gut 10 Prozent der Befragten wollen Distanzunterricht und 20,6 Prozent gaben an, Eltern sollten selbst entscheiden können.

Mit den Corona-Schutzmaßnahmen insgesamt zeigen sich Drittel (33,2 Prozent) der Eltern zufrieden, knapp 45 Prozent gehen sie nicht weit genug. Und 22 Prozent meinen, die Maßnahmen seien zu weitreichend oder nicht notwendig. Beim Blick auf das Corona-Testsystem falle die hohe Zufriedenheit – 49,7 Prozent – bei den Förderschuleltern auf. Das ist laut LEK damit zu erklären, dass in den Förderschulen nach einem positiven PCR-Pool-Test auch weiterhin mit PCR-Einzeltests im Labor nachgetestet wird.

Dagegen sind unter den befragten Grundschuleltern nur 23,5 Prozent von der Sicherheit des Testverfahrens überzeugt und 53,2 Prozent sehen sie als nicht gegeben an. Seit Ende Januar testen sich Grundschüler nach einem positiven PCR-Pool-Test der Klasse im Anschluss nur noch selbst mit Schnelltests nach. Die PCR-Tests im Labor gelten als besonders genau.

Mit Blick auf die weiterführenden Schulen halten 36,5 Prozent der Eltern das Testsystem für sicher, gut 40 Prozent für unsicher.

Ein Großteil der Eltern in NRW könnten oder wollten nicht auf Präsenzunterricht für ihre Kinder verzichten, bilanzierte die LEK-Landesvorsitzende Anke Staar. Viele seien in Sorge und wünschten sich mehr Schutzmaßnahmen.