IHK zur A45-Brücke: „Irgendeine Art Entlastung muss her“

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Blick auf die Rahmede-Talbrücke bei Lüdenscheid. Foto: Kay-Helge Hercher/dpa/Archivbild
Blick auf die Rahmede-Talbrücke bei Lüdenscheid. Foto: Kay-Helge Hercher/dpa/Archivbild

Lüdenscheid. Die südwestfälische Industrie- und Handelskammer fordert angesichts der Vollsperrung der maroden A45-Brücke bei Lüdenscheid Entlastungen für die Wirtschaft.

«Jeder Tag, der jetzt verloren geht oder wo keine neue Brücke dasteht, ist ein Problem. Die Wirtschaft wird Unterstützung brauchen», sagte Ralf Geruschkat, Hauptgeschäftsführer der IHK Südwestfalen, am Donnerstag dem Sender WDR5. Aus der Region werde zum Teil ein Kundenrückgang um 50 Prozent gemeldet. Logistikkosten gingen in die Höhe, Fachkräfte überlegten, wie lange sie sich die Pendelei wegen der Sperrung noch antun wollten.

«Irgendeine Art der Entlastung muss her», sagte Geruschkat. Das könne zum Beispiel eine Gewerbesteuersenkung sein, ein Aussetzen der Maut oder eine Definition der Region zum «strukturpolitischen Gebiet mit besonderem Entwicklungsbedarf». Aus wirtschaftlicher Sicht sei eine Hauptschlagader abgeschnitten worden – und es gebe «keinen vernünftigen Bypass». «Die Region ist bergig, die ist fast schon alpin zum Teil», sagte Geruschkat.

Seit dem zweiten Dezember ist die Talbrücke im Sauerland voll gesperrt – und damit zugleich eine zentrale Route von Dortmund nach Hessen und nach Bayern unterbrochen. Die Rahmede-Brücke soll gesprengt werden. Dazu wollte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) am Donnerstag Details bekanntgeben.