Über 5000 Lehrer-Jobs vakant: Tausende Stellen geschaffen

28
Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Düsseldorf. Rund drei Prozent der knapp 160.000 Lehrerstellen in Nordrhein-Westfalen sind derzeit nicht besetzt. Das berichtete NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf.

Mit zusätzlichen Studienplätzen für Lehramtsanwärter, Sonderprogrammen und Neueinstellungen habe die Landesregierung seit ihrem Amtsantritt 2017 aber eine deutlich bessere Lehrerversorgung erreicht, bilanzierte sie drei Monate vor der Landtagswahl.

Eine repräsentative Umfrage für 39 Tageszeitungen aus NRW hatte zuvor ergeben, dass nur noch 13 Prozent der Bürger mit der Schulpolitik der Landesregierung zufrieden sind, 73 Prozent dagegen weniger oder gar nicht.

Tatsächlich habe die Landesregierung seit 2017 knapp 10.000 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen und mehr als 6300 Stellen erhalten, die die rot-grüne Vorgängerregierung eigentlich zur Streichung vorgesehen habe, erklärte Gebauer. Im laufenden Schuljahr unterrichteten 13.300 Lehrkräfte mehr an den öffentlichen Schulen des Landes als noch im Schuljahr 2016/17.

Innerhalb von fünf Jahren ist der Schuletat nach Zahlen des Ministeriums um 3,1 Milliarden Euro gesteigert worden. Der größte Einzelposten des Haushaltsplans 2022 umfasst rund 21 Milliarden Euro.

Mit einer Studienplatz-Offensive arbeite NRW daran, das bundesweit knappe Gut an Lehrkräften auszuweiten, betonte Gebauer. In dieser Legislaturperiode seien bereits rund 1450 zusätzliche Studienplätze für Lehramtskandidaten geschaffen worden.