Fridays for Future kündigt Widerstand an

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Der "Schilderwald" ist bei Demonstrationen obligatorisch - auch für die Klimaprotestbewegung "Fridays for future". Foto: André Volkmann

Oberhausen. Die Klimabewegung Fridays for Future hat der Bundesregierung vorgeworfen, völlig unzureichend gegen den fortschreitenden Klimawandel und wachsende Umweltzerstörung zu agieren.

«Es geht so nicht weiter», sagte Luisa Neubauer bei der Jahresauftakt-Veranstaltung von Fridays for Future am Freitag im Oberhausener Gasometer. «Die Klima-Lage ist dramatisch. Es ist 2022 und die Dekade, in der die weltweiten Emissionen halbiert werden müssen. Aber in den vergangenen zwei Jahren sind sie sogar gestiegen.»

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Regierung müssten zudem «dieses Greenwashing auf Europaebene stoppen» und mit einem nationalen Ausstieg aus fossilem Gas bis 2035 zeigen, dass «die Energiewende nicht nur nötig, sondern möglich ist.»

Die Aktivisten kündigten für dieses Jahr massiven Widerstand gegen die ihrer Ansicht nach völlig verfehlte Klimapolitik an, um die Verantwortlichen weiter unter Druck zu setzen. «Nach 40 Jahren politischer Ignoranz» bleibe keine Zeit mehr für halbherzige Kompromisse.

Ein erstes Zeichen setzte Fridays für Future am Freitag in Oberhausen mit einem Protest gegen den geplanten Ausbau der Autobahnen 2 und 3 und den damit verbundene Abholzung eines großen Waldstückes im Stadtteil Sterkrade. Mehrere Hundert Aktivisten wollten sich am Nachmittag treffen, um durch Oberhausen zu ziehen. Mit bis zu 1000 Teilnehmenden rechneten die Organisationen. Für den Autobahnausbau sollen 5000 Bäume auf einer Fläche von elf Hektar Wald weichen.