Etliche Autos rasen ineinander: Verletzte nach Unfällen

217
Unfall A1 bei Münster
Rettungskräfte stehen am Unfallort auf der A1 bei Münster. Foto: -/TV7News/dpa

Münster/Verl. Viele Verletzte bei zwei Massenunfällen am Samstag auf NRW-Autobahnen – eine junge Mutter schwebte am Sonntag noch in Lebensgefahr. Polizei und Rettungskräfte waren jeweils mit Großaufgeboten im Einsatz.

Zwei große Unfälle auf Autobahnen mit etlichen beteiligten Fahrzeugen haben am Wochenende in Nordrhein-Westfalen sieben Schwerverletzte und mehrere Leichtverletzte zur Folge gehabt. Eine 34 Jahre alte Frau schwebte am Sonntag zunächst noch in Lebensgefahr, wie die Polizei mitteilte.

Am Samstag hatte ein 24 Jahre alter Autofahrer auf der A2 bei Verl (Kreis Gütersloh) eine Massenkarambolage mit neun beteiligten Fahrzeugen ausgelöst. Nachdem er einen Sattelzug touchiert hatte, war der Fahrer mit seinem Pkw über die Fahrspuren geschleudert und auf der Überholspur zum Stehen gekommen. Dort raste ein nachfolgendes Auto in das Wrack. Der Aufprall war nach Polizeiangaben so stark, dass der Motorblock herausgerissen wurde. Vier Menschen erlitten bei der Kollision schwere Verletzungen, darunter ein 13 Jahre altes Kind. Der 24-Jährige wurde leicht verletzt.

In der Folge krachten sechs weitere Fahrzeuge auf einer Strecke von einem halben Kilometer ineinander. Dabei wurden weitere Menschen leicht verletzt. Die Autobahn 2 blieb für mehrere Stunden gesperrt. Den Schaden bezifferte die Polizei auf geschätzte 90 000 Euro.

Ebenfalls am Samstag fuhren fünf Autos bei einem Unfall auf der A1 bei Münster ineinander. Auslöser dafür war, dass eine 71 Jahre alte Fahrerin ein Stauende übersehen hatte und dort auf einem Wagen aufgefahren war. Die 34 Jahre alte Fahrerin wurde dadurch lebensgefährlich verletzt, ihre fünfjährige Tochter erlitt schwere Verletzungen.

Weitere Autos konnten laut Polizei nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhren in die Unfallstelle. Dabei gab es sieben weitere Leichtverletzte. Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Autobahn wurde zwischen Greven (Landkreis Steinfurt) und dem Flughafen Münster/Osnabrück zunächst gesperrt.