„Mega glücklich“ und zufrieden: Hoffenheim feiert Hübner

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1899 Hoffenheim - Arminia Bielefeld
Hoffenheims Torschütze Benjamin Hübner (M) jubelt mit Mannschaftskollegen über das Tor zum 1:0. Foto: Uwe Anspach/dpa

Sinsheim. Die spielstarken Hoffenheimer sind wieder mittendrin im Rennen um die internationalen Plätze. Und der lange vermisste Kapitän ist endgültig zurück im Team.

Wer an diesem Abend nach dem Spiel im Fanshop der TSG 1899 Hoffenheim noch spontan ein Trikot von Benjamin Hübner kaufte, bekam die Beflockung umsonst. Auf das Sonderangebot anlässlich des gefeierten Matchwinners verwies der Stadionsprecher nur Sekunden nach dem 2:0 (1:0)-Sieg der Kraichgauer im Sonntagabendspiel der Fußball-Bundesliga gegen Arminia Bielefeld. Der Torschütze zum Führungstreffer selbst war natürlich «mega glücklich».

Hoffenheims Kapitän war der Wegbereiter zur Wende nach zuvor vier Niederlagen hintereinander und der gefeierte Mann. Der lange verletzte 32-Jährige traf in der 22. Minute und stand am Ende geschafft, aber strahlend vor dem DAZN-Mikrofon. «Ich denke, wenn wir die Konter besser ausspielen, dann hätte es auch noch höher ausfallen können. Aber für heute sind wir alle mega zufrieden», sagte er nach seinem 100. Pflichtspiel für die TSG.

Dass Hübner dieses überhaupt machen würde, war lange fraglich. Über eineinhalb Jahre fehlte er wegen einer Sprunggelenkverletzung, gab erst im Januar sein Comeback und verlängerte in der vergangenen Woche seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 – was für ihn nicht so das große Thema war: «Ich hab‘ mich eher damit beschäftigt, dass ich wieder fit werde. Ich will jetzt so viel wie möglich spielen und Kraft tanken, dass ich auch wieder über 90 Minuten gehen kann.»

Vor 10 000 Zuschauern in Sinsheim traf noch der starke Georginio Rutter für die Hoffenheimer, die als Tabellensechster wieder gut im Rennen um die internationalen Plätze liegen. Ein «richtig gutes Spiel» habe seine Mannschaft gemacht, lobte Trainer Sebastian Hoeneß.

Bei den Bielefeldern hingegen riss die Serie von sechs Partien ohne Niederlage. 24 Torschüsse des angriffslustigen Gegners sprachen für sich. Chefcoach Frank Kramer klagte über «extrem viele Ballverluste» und bilanzierte frustriert: «Es hat heute einfach nicht gepasst.»