Ministerpräsident Wüst: „Öffnung und Achtsamkeit verbinden“

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Hendrik Wüst im Landtag. Foto: Oliver Berg/dpa
Hendrik Wüst im Landtag. Foto: Oliver Berg/dpa

Düsseldorf. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich für eine stufenweise Öffnungsstrategie in der Corona-Pandemie ausgesprochen.

«Wir sollten nicht hopplahopp alles über Bord werfen, was sich in den letzten Monaten als Schutzmechanismus bewährt hat», sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk. Man solle sich zwischen den einzelnen Stufen 14 Tage Zeit nehmen und in beide Richtungen schauen, ob das Vorgehen gelinge oder ob man vorsichtiger sein müsse.

«Wir sollten jetzt nichts überstürzen, sondern Öffnung und Achtsamkeit verbinden», sagte Wüst, der Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist. Die Spitzenrunde von Bund und Ländern tagt an diesem Mittwoch.

Im ARD-«Morgenmagazin» sagte Wüst, in den vergangenen Monaten hätten sich das Masketragen, das Testen und Hygienekonzepte bewährt. Das solle auch nach dem 19. März möglich sein, wenn es gebraucht werde. Das von den Ampel-Parteien geänderte Infektionsschutzgesetz sieht momentan vor, dass die bekannten Pandemie-Maßnahmen mit dem 19. März enden.

Der Ministerpräsident betonte, die einrichtungsbezogene Impfpflicht werde von allen Bundesländern befürwortet. Sicherheit und Verlässlichkeit seien gerade für vulnerable Gruppen notwendig. «Wir brauchen einheitliche Regelungen dazu, dass es dabei keinen Flickenteppich gibt.» Wüst sprach sich erneut für eine allgemeine Impfpflicht aus. «Wir müssen vorbereitet sein auch auf den dritten Winter der Pandemie.» Dazu müssten mehr Menschen geimpft sein.