Unwetter im Kreis Mettmann: Erst Sturm und Dauerregen, dann Orkanböen

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Dunkle Wolken ziehen auf. Foto: Volkmann
Dunkle Wolken ziehen auf. Foto: Volkmann

Kreis Mettmann. Es wird stürmisch im Kreis Mettmann. Der Deutsche Wetterdienst hat Warnungen herausgegeben und weist auf mögliche orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten im Bereich der Stufe 11 auf der Beaufortskala hin.

Ungemütlich wird es bereits ab Dienstagabend. Der Deutsche Wetterdienst hat hierzu eine amtliche Warnung vor markantem Wetter herausgegeben. Ab 18 Uhr zieht Wind auf: Böen können laut DWD Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometer erreichen. Ab 21 Uhr kann es im Kreis Mettmann zudem zu Dauerregen mit Niederschlagsmengen zwischen 35 l/m² und 50 l/m².

Am Mittwoch ab 9 Uhr können laut Wetterdienst im Kreis Mettmann Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 60 und 85 Stundenkilometer auftreten. Der DWD warnt entsprechend vor Gefahren durch herabfallende Gegenstände, etwa Äste.

Deutlich heftiger könnte die Wetterlage ab Mittwochabend ausfallen. In der Nacht zu Donnerstag rechnet der Wetterdienst mit einer von Westen raschen Windzunahme mit orkanartigen Böen oder Orkanböen im Bergland. Der DWD gibt Werte von 11 bis 12 auf der sogenannten Beaufortskala (Bft) an. Es könnten Windgeschwindigkeiten zwischen 105 und 120 Km/h im Bergland und zwischen 90 und 11 km/h im Tiefland auftreten. Der DWD hat aus seiner Vorab-Information inzwischen eine amtliche Warnung vor schweren Sturmböen gemacht. Unwetter samt möglicher Orkanböen können ab Mittwoch um 22 Uhr – und dann bis Donnerstag um 18 Uhr auftreten. Unwetterpotenzial besteht derzeit allerdings bis Donnerstag um 21 Uhr.

Im Tiefland könnte es zu teils schweren Sturmböen (Bft 10) kommen, während der Kaltfrontpassage strichweise auch orkanartige Böen (Bft 11) aus Südwest. Ausgangs der Nacht rechnet der Wetterdienst mit einer vorübergehenden Windabschwächung.

Donnerstagvormittag ändert sich das womöglich wieder: Im Tiefland rechnet der Wetterdienst verbreitet mit schweren Sturmböen bis orkanartige Böen (Bft 10-11) aus westlicher Richtung, im Bergland könnte es durchweg orkanartige Böen oder Orkanböen (Bft 11-12) geben – Windgeschwindigkeiten könnten dann bei 90 bis 110 Stundenkilometer im Tiefland und 105 bis 120 Stundenkilometer im Bergland liegen. Ab Donnerstagabend beruhigt sich die Wetterlage: der DWD sagt Windabschwächung vorher.

Aber: Von Freitag auf Samstag droht erneut eine schwere Sturm- oder Orkanlage, so der Wetterdienst in einem frühen Hinweis. „Bitte verfolgen Sie die weitere Wetterentwicklung in den kommenden Tagen sehr aufmerksam“, rät der DWD.

Insgesamt habe die Wetterlage der nächsten Tage ein hohes Unwetterpotential. „Das Unwetter-Ereignis wird verbreitet erwartet, insbesondere in höheren Lagen“, so der Wetterdienst. „Genauere Angaben zu Ort, Gebiet und Zeitpunkt des Ereignisses können erst mit der Ausgabe der amtlichen Unwetterwarnungen erfolgen“. Grund ist ein von Westen her auffrischender Süd-Südwestwind, an der Nordseeküste zunehmend stürmisch.