Für Novavax-Impfstart wartet NRW auf Bundeszusagen

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Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze.
Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration

Für den Start der Impfungen mit dem neuen Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax in Nordrhein-Westfalen wartet das Landesgesundheitsministerium noch auf verbindliche Zusagen des Bundes. Die Verteilung an die koordinierenden Impfeinheiten der Kreise und kreisfreien Städte übernehme das Land, sobald der Bund Liefermenge und Zeitplan des Impfstoffs verbindlich festgelegt hättn, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Donnerstag und bekräftigte damit frühere Angaben. Nach bisherigen Auskünften wird der Impfstoff ab nächster oder übernächster Woche erwartet, so dass der Novavax-Impfstart Ende Februar oder Anfang März sein könnte.

Das NRW-Gesundheitsministerium hatte Anfang Februar die Regeln für die Verteilung des neuen Corona-Impfstoffs festgelegt. Ihn sollen zunächst vor allem Berufsgruppen mit Impfpflicht bekommen. Etwa 75 Prozent der verfügbaren Dosen würden für Beschäftigte mit einrichtungsbezogener Impfpflicht reserviert. Etwa 20 Prozent sollen für Menschen reserviert werden, denen eine Unverträglichkeit in Bezug auf vorhandene mRNA-Impfstoffe attestiert wird. Fünf Prozent bleiben zunächst für die «Allgemeinbevölkerung».

Das Mittel von Novavax war als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen worden. Zwei Dosen werden im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Es handelt sich um einen Proteinimpfstoff. Er basiert also auf einer anderen Technologie als die bisher verfügbaren Präparate.