Mordanklage gegen 45-Jährigen nach Angriff auf Ehefrau

15
Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand.
Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Dreieinhalb Monate nach einem Messerangriff auf eine 44-jährige Frau in Ibbenbüren hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes gegen den Ehemann erhoben. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Münster mit. Der Angeschuldigte aus Recke im Kreis Steinfurt soll am 5. November 2021 auf die von ihm getrennt lebende Frau eingestochen haben, als sie das Haus verließ. Die Frau starb nach zahlreichen Stichen in den Hals noch auf der Straße.

Die Anklage geht nach Abschluss der Ermittlungen davon aus, dass der 45 Jahre alte Mann nach der Trennung im März 2020 und der eingereichten Scheidung im Mai 2021 Hass auf die Frau entwickelt hatte. Es sei mehrfach zu verbalen und schriftlichen Auseinandersetzungen gekommen. Für das gemeinsame Kind hatte die Ehefrau Unterhalt eingefordert. Der Angeschuldigte sitzt derzeit in Untersuchungshaft und hat sich laut Angaben der Staatsanwaltschaft bislang nicht zum Tatvorwurf geäußert.

Über die Zulassung der Anklage muss das Landgericht Münster entscheiden.