Polizei nimmt europaweit tätige Schleuser fest

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Ein Mann trägt Handschellen.
Ein Mann trägt Handschellen. Foto: Stefan Sauer/dpa/Illustration

Der Bundespolizei ist ein Schlag gegen eine mutmaßlich europaweit agierende Schleuserbande gelungen. Nach der Durchsuchung von Wohnungen in München, Garching und Köln wurden am Mittwoch drei Männer festgenommen. Sie kamen am Donnerstag auf Anordnung eines Richters in Untersuchungshaft, berichtete ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Rosenheim.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll die bangladeschische Schleuserorganisation demnach in Rumänien Menschen gesucht und für deren Beförderung nach Deutschland mittels Lastwagen gesorgt haben. Nach der Absetzung der Geschleusten im deutschen Grenzgebiet soll die Abholung und Verteilung der Menschen ins benachbarte Ausland organisiert worden sein.

Ausgangspunkt der Ermittlungen waren Schleuserfahrten, die im Herbst 2020 bei Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze unterbunden wurden. Laut Bundespolizei ist aber nicht auszuschließen, dass der kriminellen Organisation zahlreiche weitere Schleusungsfahrten zuzuordnen sind.

An der Durchsuchungsaktion waren über 100 Bundespolizisten beteiligt. Dabei konnte den Angaben zufolge umfangreiches Beweismaterial, wie etwa Computer, Mobiltelefone, Speichermedien und Bankunterlagen, sichergestellt werden.

In einem Kölner Haus trafen die Bundespolizisten auf einen 51-jährigen, der als Hauptbeschuldigter gelte. In München und Garching wurden zwei Männer im Alter von 42 Jahren verhaftet.