Eintracht in Köln: Spielt Hasebe oder nicht?

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Stuttgarts Sasa Kalajdzic (l) köpft den Ball vor Frankfurts Makoto Hasebe.
Stuttgarts Sasa Kalajdzic (l) köpft den Ball vor Frankfurts Makoto Hasebe. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild

Makoto Hasebe befindet sich nach seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining in einem Wettlauf mit der Zeit. Kehrt der Abwehrchef von Eintracht Frankfurt nach seiner Brustkorbverletzung im Bundesliga-Gastspiel beim 1. FC Köln an diesem Samstag (18.30 Uhr/Sky) in die Startelf der Hessen zurück oder kommt ein Einsatz des 38-Jährigen noch zu früh? Die Antwort auf diese Frage blieb Trainer Oliver Glasner am Donnerstag schuldig. «Makoto hat zweimal mittrainiert und fühlt sich soweit gut. Aber er hat bei gewissen Bewegungen noch Schmerzen. Deshalb ist noch keine finale Entscheidung gefallen, ob er dabei sein kann», sagte Glasner.

Hasebe hatte vor knapp zwei Wochen im Spiel beim VfB Stuttgart eine schmerzhafte Verletzung im Brustkorbbereich erlitten und zuletzt gegen den VfL Wolfsburg gefehlt. Am vergangenen Dienstag stand er aber überraschend schon wieder auf dem Trainingsplatz, wo er am Mittwoch und Donnerstag das volle Pensum absolvierte.

Doch Glasner ist skeptisch. «Ich muss mir noch abschließende Gedanken machen, ob sein Einsatz gegen Köln überhaupt Sinn machen würde», sagte der 47 Jahre alte Österreicher. «Es wird ein sehr intensives Spiel mit vielen Luftduellen. Da ist es wichtig, dass du nicht bei jedem Sprung oder Rempler Schmerzen spürst», sagte er. Einen Brustpanzer als Schutz für den Japaner schloss Glasner aus: «Er wird sicher nicht mit einer Ritterrüstung spielen.»

Sollte Hasebe nicht auflaufen, würde Martin Hinteregger erneut dessen Part in der Eintracht-Abwehr übernehmen. Der Österreicher agierte beim jüngsten 0:2 gegen den VfL Wolfsburg jedoch unglücklich und fehlerhaft. «Ich habe länger mit Martin gesprochen. Er ist ein Spieler, der sich viele Gedanken macht und mit sich und seiner Leistung auch mal unzufrieden ist. Er ist sehr sensibel, das geht nicht spurlos an ihm vorbei», berichtete Glasner.

Dennoch habe er volles Vertrauen in seinen Landsmann, der in den vergangenen Spielzeiten immer zu den Leistungsträgern gehört hatte. «Ich erlebe ihn mit deutlich mehr Engagement. Er kämpft darum, die alte Form zu finden. Das gefällt mir», lobte Glasner.

Definitiv fehlen werden der Eintracht die verletzten Stürmer Gonçalo Paciência und Ragnar Ache. In die Startelf zurückkehren wird dagegen Flügelflitzer Filip Kostic, der in der Vorwoche gegen Wolfsburg nach überstandener Erkrankung ein halbstündiges Comeback gegeben hatte. Dadurch erhofft sich Glasner wieder mehr Effizienz in der Offensive. «Wir müssen uns diesen Punch im gegnerischen Strafraum wieder zurück erarbeiten», forderte der Eintracht-Trainer. «Da gilt es für die Jungs, wieder einen Gang hochzuschalten.»

Das wird auch nötig sein, denn Köln spielt unter Trainer Steffen Baumgart eine gute Saison und sammelte bislang einen Zähler mehr als die Frankfurter. «Ich erwarte am Samstag Vollgas-Fußball von den Kölnern. Sie spielen mutig und schnell nach vorne, von der ersten bis zur letzten Sekunde», sagte Glasner. Angst habe er aber nicht: «Wir haben schon bewiesen, dass wir Paroli bieten können. Das können und werden wir auch machen.»