Hochwasser-Katastrophe: Gutachter sieht Versagen bei Warnung

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Ein Gutachter hat den Behörden nach der Flutkatastrophe im vergangenen Juli Mängel und Versäumnisse attestiert. Vor allem habe es an einer konkreten, unmissverständlichen Warnung der Bevölkerung gefehlt, attestierte der vom Untersuchungsausschuss des Landtags beauftragte Sachverständige, Professor Robert Jüpner von der Technischen Universität Kaiserslautern. Der Wasserbau-Experte hat ein fast 100 Seiten starkes Gutachten erstellt, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Eine konkrete Warnung vor der lebensbedrohlichen Gefahr des Hochwassers sei entweder gar nicht, oder nur unzureichend erfolgt, heißt es darin. Die meteorologischen Voraussagen seien zwar vergleichsweise präzise gewesen, die dabei verwendete Fachsprache für Betroffene und staatliche Stellen aber schwer verständlich. Zuerst hatte der «Kölner Stadt-Anzeiger» über das Gutachten berichtet.