Bilanz der Waffenverbotszonen: «Zweistellige Verstöße»

36
Der Haupteingang des Dortmunder Hauptbahnhofs.
Der Haupteingang des Dortmunder Hauptbahnhofs. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Eine «deutlich zweistellige Zahl» an Verstößen gegen die verschärften Vorschriften zum Mitführen von Waffen hat die Bundespolizei an mehreren NRW-Bahnhöfen registriert. An den Hauptbahnhöfen in Bochum, Gelsenkirchen und Dortmund hatte die Bundespolizei vom vergangenen Mittwoch bis zum Montagmorgen (6.00 Uhr) temporäre Waffenverbotszonen eingerichtet.

Nach Angaben von Sprecherin Anne Rohde von der Bundespolizeiinspektion Dortmund sind diverse gefährliche und in diesen Zonen verbotene Gegenstände wie Tierabwehrspray, Scheren, Schraubenzieher oder kleinere Messer gefunden und sichergestellt worden. Dazu kamen laut der vorläufigen Bilanz weitere Delikte im Zusammenhang Drogen sowie Verstöße gegen das generelle Waffenverbot. Insgesamt seien mehr als 1000 Kontrollen an den drei Hauptbahnhöfen erfolgt, sagte Rohde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

In Dortmund habe es mehr «Aufgriffe» gegeben als in Bochum und Gelsenkirchen. Insgesamt lag die Zahl der Verstöße im «mittleren zweistelligen Bereich». «Das ist vergleichbar mit den Zahlen bei früheren Waffenverbotszonen», sagte Rohde. Wegen des schlechten Wetters mit Sturm und Regen sei an den Bahnhöfen insgesamt weniger los gewesen als üblich. Die meisten Menschen hätten die zusätzlichen Kontrollmaßnahmen laut Rohde «begrüßt», weil sie ein Gefühl der Sicherheit vermittelten.

Temporäre Waffenverbotszonen dürfen bei entsprechender Begründung im Rahmen von Allgemeinverfügungen eingerichtet werden. Die Bundespolizei sowie weitere Unterstützungskräfte dürfen dann auch ohne konkrete Verdachtsmomente Menschen kontrollieren. Zuletzt waren vor einigen Wochen auch an neuralgischen Punkten in Düsseldorf und Köln solche Waffenverbotszonen eingerichtet worden.