Bund rechnet mit Novavax-Impfstart in der kommenden Woche

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Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze.
Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration

Die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff Novavax können nach Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums in der kommenden Woche starten. Die ersten Dosen sollen «in dieser Woche» eintreffen und dann unmittelbar an die Länder verteilt werden, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Montag in Berlin sagte. Als erste Lieferung werden 1,4 Millionen Dosen erwartet. Das Bundesgesundheitsministerium gehe davon aus, dass dann in der kommenden Woche mit Impfungen in den Ländern begonnen werden könne. Vorgesehen sei, dass die Dosen vorerst ausschließlich an die Bundesländer gehen und noch nicht an Arztpraxen. Angeboten werden soll der neue Impfstoff Novavax vorrangig für Gesundheitspersonal.

Das Landesgesundheitsministerium hatte mehrfach deutlich gemacht, dass es für den Start der Impfungen mit dem Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax in Nordrhein-Westfalen auf verbindliche Zusagen des Bundes warte. Zunächst werde der Impfstoff in NRW aufgrund begrenzter Mengen ausschließlich im Rahmen kommunaler Impfangebote bereitstehen. Die Verteilung an die koordinierenden Impfeinheiten der Kreise und kreisfreien Städte erfolge über das Land, sobald der Bund Liefermenge und Zeitplan des Impfstoffs verbindlich festgelegt habe, hatte ein Ministeriumssprecher in Düsseldorf am Donnerstag erklärt und so frühere Angaben bekräftigt.

Das Mittel von Novavax war als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen worden. Zwei Dosen werden im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Es handelt sich um einen Proteinimpfstoff. Er basiert also auf einer anderen Technologie als die bisher verfügbaren Präparate.