Sparkasse: Wohnungsbau bleibt Treiber bei Krediten

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Für Sparer und Firmenkunden der Sparkassen in Westfalen-Lippe hat sich die Lage im zweiten Corona-Jahr 2021 weiter normalisiert. Während die Privatkunden mit 90,6 Milliarden Euro (plus 3,4 Prozent) erneut mehr Geld auf die hohe Kante legten, gingen die Anträge auf Corona-Förderkredite deutlich zurück. Benötigten 2020 noch 5744 Firmen diese Hilfen, waren es im vergangenen Jahr nur noch 3064. Das ist ein Rückgang um 46,7 Prozent, wie der Sparkassenverband Westfalen-Lippe am Montag in Münster mitteilte. Die Summe der Hilfen ging um über 75 Prozent von 1,74 auf 0,43 Milliarden Euro zurück.

«2021 war für uns alle ein bewegtes Jahr. Die Menschen warten auf den Re-Start zurück zur alten Normalität», sagte Sparkassen-Präsidentin Liane Buchholz laut Mitteilung zu den Zahlen.

Die Privathaushalte legten bei den Einlagen im gesamten Geschäftsjahr um 3,4 Prozent auf 90,6 Milliarden Euro zu. Dennoch ging die Sparquote von 16,1 auf 15,2 Prozent zurück. Nach Einschätzung des Verbandes haben die Menschen im zweiten Coronajahr wieder mehr Geld für Freizeit, Urlaub und Ausflüge ausgegeben. Bei den Kreditzusagen über 9,8 Milliarden Euro (plus 9,4 Prozent) an Privatkunden gingen im vergangenen Jahr allein 8,1 Milliarden Euro in den Wohnungsbau. Das ist ein Plus von über 11 Prozent.

Nach weiteren Fusionen hat der Verband Anfang 2022 mit 55 Instituten eine Sparkasse weniger als noch 2020. Beim Personal sind knapp 700 Stellen weggefallen. Derzeit haben die Sparkassen in Westfalen-Lippe den Angaben nach 1164 Geschäftsstellen mit 22 143 Mitarbeitern.