„Sohn“ braucht Hilfe bei Überweisung: WhatsApp-Betrug

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Betrüger nutzen den Messenger Whats App, um an Geld zu gelangen. Foto: André Volkmann
Betrüger nutzen den Messenger Whats App, um an Geld zu gelangen. Foto: André Volkmann

Heiligenhaus. Ein 70-Jähriger aus Heiligenhaus ist innerhalb von drei Wochen von Betrügern um einen fünfstelligen Geldbetrag gebracht worden. Alles begann mit einer Nachricht über WhatsApp.

Die Polizei ermittelt nach einem Trickbetrug, der sich über mehrere Wochen hinzog. Am 2. Februar hatte ein 70-Jähriger eine WhatsApp-Nachricht von seinem vermeintlichen Sohn auf seinem Handy erhalten. „Der Absender gab an, dass sein Mobiltelefon defekt und er aktuell lediglich über die angezeigte Nummer erreichbar sei“, so die Polizei zu der Masche. Weil auch der Zugriff auf das Online-Banking nicht möglich sei, bat der angebliche Sohne den Heiligenhauser, eine dringende Überweisung auszuführen.

Der Senior schöpfte zunächst keinen Verdacht und überwies den geforderten Betrag. In den folgenden Tagen erhielt er neue Nachrichten mit der Bitte, weitere Rechnungen zu begleichen. Diese summierten sich letztendlich laut Polizei auf einen geringen fünfstelligen Betrag.

Mehrfach habe der 70-Jährige versucht, seinen „Sohn“ unter der neuen Handynummer zu erreichen, um Rücksprache mit ihm zu halten. Weil das misslang, habe er die zusätzlichen Überweisungen für ihn ausgeführt.

Der Betrug flog auf, als der Sohn des Mannes aus aus dem Urlaub zurückkehrte und mit seinem Vater Kontakt aufnahm. Der Heiligenhauer rief die Polizei.

Die Beamten leiteten ein Strafverfahren ein und die Kriminalpolizei übernahm die weiteren Ermittlungen. Die Behörde mahnt vor dem Hintergrund des aktuellen Fallen eindringlich zu Vorsicht: „Seien Sie kritisch, wenn Sie SMS oder WhatsApp-Nachrichten von einer Ihnen unbekannten Nummer erhalten, in denen eine Person angibt, eine Angehörige oder ein Angehöriger zu sein.“

Zu einem ähnlichen Fall kam es in der vergangenen Woche in Mettmann. Die Täter nahmen ebenfalls Kontakt per WhatsApp auf. Ihre Geschichte: Ein „Sohn“ bat seinen Vater um Unterstützung bei einer Banküberweisung.