Zoff im Job: Häufig geht es um Löhne

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Gewerkschaft NGG bekommen. Foto: NGG/Alireza Khalili
Von A wie Abfindung bis Z wie Zwischenzeugnis: Juristische Hilfe können Beschäftigte bei den Rechtsexperten der Gewerkschaft NGG bekommen. Foto: NGG/Alireza Khalili

Kreis Mettmann. Ärger mit dem Chef: Ob im Restaurant, in der Lebensmittelfabrik oder in der Bäckerei – wenn es für Beschäftigte im Kreis Mettmann Zoff im Job gibt, hilft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), auch in Rechtsfragen. Fast 250 Mal war das im vergangenen Jahr der Fall.

Im vergangenen Jahr waren die Rechtsexperten der NGG Düsseldorf-Wuppertal insgesamt 246 Mal in der Region im Einsatz. Besonders häufig ging es dabei um unterschrittene, zu spät oder gar nicht gezahlte Löhne. Allein hier gab es 166 Streitfälle, wie aus der Rechtsschutz-Bilanz der Gewerkschaft hervorgeht.„Auch Corona hat für etliche Nachfragen gesorgt. Je nach Branche waren die Probleme unterschiedlich: Gastro- und Hotel-Beschäftigte suchten vor allem Rat beim Thema Kurzarbeit. In der Ernährungsindustrie, die in der Pandemie teils am Limit produziert, ging es hingegen häufiger um nicht gezahlte Zuschläge für Nachtarbeit und Überstunden“, berichtet NGG-Geschäftsführerin Zayde Torun.Die Gewerkschafterin appelliert an die Beschäftigten aus dem Lebensmittel- und Gastgewerbe, Missstände nicht hinzunehmen. „Viele Chefs kalkulieren damit, dass sich die Mitarbeiter nicht wehren – auch aus Angst um den eigenen Job. Der Rechtsschutz sorgt dafür, dass die Betroffenen zu ihrem guten Recht kommen und den Arbeitgebern die Rote Karte gezeigt wird. Notfalls vor Gericht“, betont Torun.

Die Berater kümmerten sich dabei auch ums Sozialrecht: Die Palette reiche hier vom Widerspruch gegen den fehlerhaften ALG-II-Bescheid bis hin zum ausbleibenden Krankengeld. Bei einer Insolvenz können Beschäftigte ebenfalls Hilfe bekommen, so die NGG. Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und Rechtsschutz hat, wer Mitglied einer DGB-Gewerkschaft ist.