DWD: Winter 2021/22 fällt in NRW abermals zu warm aus

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Eine Windfahne zeigt die Windrichtung an.
Eine Windfahne zeigt die Windrichtung an. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Offenbach/Essen (dpa/lnw) – Mit einer Durchschnittstemperatur von 4,4 Grad war der zu Ende gehende Winter in Nordrhein-Westfalen deutlich milder als üblich. Wie der Deutsche Wetterdienst laut vorläufiger Bilanz am Montag mitteilte, lag die mittlere Temperatur der Wintermonate Dezember, Januar und Februar damit 2,7 Grad über dem langjährigen Mittelwert der internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990 von 1,7 Grad. Auch im bundesweiten Vergleich gehört NRW zu den Ländern mit besonders warmen Wintertemperaturen: Auf höhere Durchschnittswerte kommen nur Bremen und Hamburg, Niedersachsen liegt gleich auf.

Bundesweit wurden ersten Auswertungen der Ergebnisse der 2000 Messstationen zufolge im Winter 2021/22 mittlere Temperaturen von 3,3 Grad gemessen. Damit gehöre der Winter in Deutschland zu den sieben wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Es sei zudem der elfte zu warme Winter in Folge, hieß es.

Statt mit Schnee und Dauerfrost hatte sich der Winter in NRW zuletzt allenfalls mit kräftigen Stürmen zu erkennen gegeben: Mitte Februar richteten gleich mehrere Sturm- und Orkantiefs in Folge große Schäden an. Vielerorts waren Bäume umgestürzt. So registrierte eine Messstation am 17. Februar Orkanböen bis zu 122,8 Stundenkilometer, wie der DWD am Montag weiter mitteilte.

Niederschläge brachte der Winter ebenfalls durchaus reichlich: Im Mittel fielen 255 Liter pro Quadratmeter, das langjährige Mittel liegt bei 223 Liter. Vor allem der Februar war den Angaben zufolge sehr nass. Die Sonne ließ sich im gesamten Winter mit 140 Stunden eher seltener blicken als üblich (vieljähriges Mittel liegt bei 151). Damit gehörte Nordrhein-Westfalen im Winter 2021/22 auch im Bundesländer-Ranking eher zu den sonnenschein-armen Regionen.