Prognose: NRW-Bevölkerungszahl nimmt bis 2050 nur leicht ab

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Eine dicht gedrängte Menschenmenge in der Innenstadt von Dortmund.
Eine dicht gedrängte Menschenmenge in der Innenstadt von Dortmund. Foto: Bernd Thissen/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Bevölkerungszahl in Nordrhein-Westfalen wird bis 2050 wohl relativ stabil bleiben. Laut einer Vorausberechnung des Statistischen Landesamts wird die derzeitige Einwohnerzahl von 17,9 Millionen auf 17,6 Millionen im Jahr 2050 sinken. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit. Den Bericht des Landesamts habe das Landeskabinett beschlossen und damit die Datengrundlage für künftige Planungen auf den Weg gebracht.

«Vor allem eine stabile Geburtenrate und die Zuwanderung aus dem Ausland sorgen dafür, dass die Einwohnerzahl auf einem hohen Niveau bleibt», erklärte das Ministerium. Gleichzeitig steige der Anteil der Menschen über 67 Jahren im Vergleich zur Erwerbsbevölkerung von 30 Prozent auf 42 Prozent im Jahr 2050 weiter an. Ohne Zuwanderung würde die Einwohnerzahl demnach auf 15,6 Millionen zur Mitte des Jahrhunderts sinken. Eine Zunahme der Bevölkerung wird vor allem in den Städten an der Rheinschiene, in Münster und Aachen sowie in den rheinischen Kreisen erwartet.

Als deutlich schrumpfende Regionen werden der Märkische Kreis im westlichen Sauerland und der Hochsauerlandkreis genannt. In diesen Kreisen sowie in einigen Ruhrgebietsstädten, im ehemaligen Kreis Aachen und im Kreis Höxter biete das regionale Wirtschaftsförderungsprogramm neue Fördermöglichkeiten, erklärte das Ministerium. Vor allem der Internetausbau könne die Standortqualität von ländlichen Regionen sehr erhöhen.