WDR-App: Auch Ratinger Stolpersteine enthalten

75
Am 22. Dezember 2005 wurden in Ratingen die ersten neun Stolpersteine durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt, darunter die Stolpersteine für Samuel, Helene und Selma Levy vor deren ehemaligen Wohnhaus in der Oberstraße 42/44. Eine Schülergruppe der Elsa-Brandström-Schule engagierte sich für die Verlegung. Foto: Stadt Ratingen
Am 22. Dezember 2005 wurden in Ratingen die ersten neun Stolpersteine durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt, darunter die Stolpersteine für Samuel, Helene und Selma Levy vor deren ehemaligen Wohnhaus in der Oberstraße 42/44. Eine Schülergruppe der Elsa-Brandström-Schule engagierte sich für die Verlegung. Foto: Stadt Ratingen

Ratingen. Die rund 15.000 Stolpersteine in Nordrhein-Westfalen stehen im Mittelpunkt der WDR-App „Stolpersteine NRW – gegen das Vergessen“.

Der WDR will mit dieser App die Schicksale der Menschen hinter den Stolpersteinen mit Texten, Fotos, Audios, Illustrationen und Augmented-Reality-Elementen digital zugänglich machen.

Mit Hilfe einer Karte lässt sich in der App komfortabel nach Stolpersteinen in der Nähe oder in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen suchen. Daneben bietet die App mehrere Filter zur Suche und Recherche in den insgesamt 15.000 Datensätzen. So kann man beispielsweise gezielt nach Namen, Opfergruppen oder einem bestimmten Geburtsjahr recherchieren. An dem im Jahr 2020 gestarteten Projekt haben sich rund 200 nordrhein-westfälische Kommunen, Initiativen und Aktionsbündnisse beteiligt, darunter auch die Stadt Ratingen.

In Ratingen wurden bisher 15 der Gedenksteine für Opfer des NS-Regimes in das Straßenpflaster eingelassen. Bei der ersten größeren Verlegung 2005 war auch der Kölner Künstler Gunter Demnig anwesend, der das Stolpersteine-Projekt in den 1990er Jahren ins Leben gerufen hat. Es gilt heute als das größte dezentrale Denkmal der Welt. Die App und die begleitende Website wurden am 21. Januar veröffentlicht und werden fortlaufend aktualisiert und gepflegt. Auf der Website finden sich auch Unterrichtsinhalte für Lehrende.

„Stolpersteine NRW” ist als App kostenlos auf dem Smartphone verfügbar und kann auf dem üblichen Weg über die App-Stores heruntergeladen werden. Die begleitende Website ist im Internet unter stolpersteine.wdr.de online abrufbar.