Aktion für Frieden in der Ukraine

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Ella Su, Leonie und Malin haben ein Peace-Zeichen mit den Landesfarben der Ukraine und Russland gefüllt. Als Zeichen für den Frieden wollten die Schülerinnen unbedingt ein eigenes Werk schaffen. Foto: Mathias Kehren
Ella Su, Leonie und Malin haben ein Peace-Zeichen mit den Landesfarben der Ukraine und Russland gefüllt. Als Zeichen für den Frieden wollten die Schülerinnen unbedingt ein eigenes Werk schaffen. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Seit einer Woche herrscht Krieg in der Ukraine. Als Ausdruck der Solidarität und als Möglichkeit, die jüngsten Eindrücke aus den Nachrichten und sozialen Medien zu verarbeiten, hat am Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG)eine schulweite Solidaritätsaktion stattgefunden.

Am Donnerstag waren alle Schülerinnen und Schüler in den Pausen aufgerufen, mit Straßenkreide Motive auf den Schulhof zu malen oder zu schreiben. „Wir wollen ein Zeichen des Friedens setzen und damit an alle denken, die unter dem furchtbaren Krieg leiden“, sagt Nadine Röser von der Schülervertretung. Die Aktion richtet sich nicht gegen Russland. Denn große Teile der russischen Bevölkerung seien gegen den Krieg, gingen jedoch große Risiken ein, wenn sie dies zeigten und protestierten, so Röser. Auch diese Menschen litten jetzt unter dem Druck und den Sanktionen von außen.

Bei der Motivwahl waren den Schülerinnen und Schülern keine Grenzen gesetzt.
Und so entstanden Herzen, Friedenstauben und eigene Entwürfe als Kreidezeichnungen auf dem Schulhof. „Frieden für Europa, Frieden für alle!“, war als Appell auf dem Boden zu lesen. An anderer Stelle die Mahnung: „Wenn Ihr den Krieg gewonnen habt, habt Ihr den Frieden verloren!“

Eingebunden war auch die Lehrerschaft, die im Vorfeld im Unterricht beratend bei der Motivfindung und Umsetzung mitgewirkt hat. Auch eigene Kreativität war gefragt: „Es ist definitiv ein schönes Zeichen, dass wir auch als Kollegium Solidarität und Schulterschluss demonstrieren“, findet Schulleiterin Gabriele Commandeur. Von der Lehrerschaft wurde das Lied von Udo Lindenberg „Komm, wir ziehen in den Frieden“ Zeile für Zeile auf dem Schulhof in Kreide zitiert.

Eine Hilfslieferung in die polnisch-ukrainischen Grenzregion ist bei der Schule ebenfalls sehr kurzfristig angelaufen. Ein Laster wurde mit Hilfsgütern vollgepackt und zur Grenze gefahren. Unter anderem Hygieneartikel, Konserven, haltbare Grundnahrungsmittel, Verbandsmaterial und Decken wurden zuvor in den Klassen gesammelt und in beschriftete Kartons verpackt.