Keine Ermittlungen wegen Friedensbotschaft auf A45-Brücke

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Eine Friedensbotschaft steht auf der gesperrten Rahmedetal-Brücke der A45 bei Lüdenscheid.
Eine Friedensbotschaft steht auf der gesperrten Rahmedetal-Brücke der A45 bei Lüdenscheid. Foto: Markus Klümper/dpa/Archivbild

Lüdenscheid/Hagen (dpa) – Eine 300 Meter breite Friedensbotschaft auf der gesperrten Rahmedetal-Brücke wird für die verantwortlichen Aktionskünstler keine Folgen haben. Staatsanwaltschaft und Polizei sehen abschließend keinen Grund für Ermittlungen von Amts wegen, wie ein Sprecher der Polizei der dpa sagte. Auch die zuständige Autobahn GmbH will nach eigenen Angaben weiterhin keine Anzeige erstatten.

Mit Farbeimern und Farbwalzen hatte eine 70-köpfige Gruppe die gesperrte und für den Abriss vorgesehene A45-Brücke bei Lüdenscheid am Wochenende mit dem Schriftzug «Lasst uns Brücken bauen» versehen. Daneben malten sie eine ukrainische Nationalfahne mit Friedenszeichen.

Wie ein Sprecher der Autobahn-Gesellschaft sagte, bleibe die Botschaft auf der Brücke bestehen. Pläne, sie zu entfernen, gebe es nicht. Die Autobahn-Gesellschaft hatte aber bereits darauf hingewiesen, dass die Brücke eine Baustelle und die Aktion illegal und gefährlich gewesen sei. Daher solle man nicht zur Besichtigung kommen.

Die für den Verkehr sehr wichtige A45-Brücke ist seit Dezember wegen ihres schlechten Zustandes gesperrt, was in der Region zu großen Problemen geführt hat. Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen, die Bundesregierung stellte zumindest eine beschleunigte Neubauplanung in Aussicht. Vorher soll die alte Brücke gesprengt werden.