Neuer privater Radiosender in NRW genehmigt

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Düsseldorf (dpa/lnw) – Im UKW-Radiomarkt in Nordrhein-Westfalen wird es einen zweiten privaten Anbieter geben. Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW genehmigte am Freitag den Antrag auf ein neues Vollprogramm, das sich an Hörer zwischen 20 und 39 Jahren richten soll.

Damit scheint ein jahrelanges Tauziehen um die früheren UKW-Frequenzen des britischen Militärsenders BFBS beendet. Alle elf zugelassenen Bewerber im Vergabeverfahren um die Frequenzen hatten sich zuvor auf ein gemeinsames Programmangebot geeinigt und sind nun Gesellschafter.

Im Sommer soll das neue Programm starten. Der Arbeitstitel lautet «Radio 345». Der Standort der Redaktion werde Köln sein. «Alle am Verfahren beteiligten Parteien haben gemeinsam das scheinbar Unmögliche möglich gemacht», sagte Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW.

«Wir dürfen jetzt für das Hörfunkland NRW ein vielfaltssteigerndes Radioangebot erwarten, komplementär zum bestehenden Lokalfunksystem», sagte Werner Schwaderlapp, Vorsitzender der Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW.

Die Gesellschafter mit den meisten Kapitalanteilen des neuen Unternehmens NRW Audio GmbH & Co. KG sind die Antenne NRW GmbH & Co. KG und die radio NRW GmbH mit jeweils 24,5 Prozent.

Geschäftsführer der Komplementärgesellschaft sind Felix Kovac, der auch Programmverantwortlicher ist, und Harald Gehrung. Kovac ist zugleich weiterhin Geschäftsführer der Antenne NRW GmbH & Co. KG. Gehrung ist zugleich weiterhin Geschäftsführer der ffnrw GmbH.

Ein Teil der Frequenzen war bereits 2014 ausgeschrieben worden. Ein Rechtsstreit hatte die Vergabe aber gestoppt. Die elf kooperationswilligen Anbieter sind: Antenne NRW, Arabella NRW, ffnrw, Kiss FM, Metropol FM, NiedersachsenRock 21, FluxFM, radio NRW, Radio Teddy, Rock Antenne, Studio Gong NRW. Die landesweite UKW-Kette umfasst 27 Frequenzen, mit denen etwa 6,5 Millionen Menschen in NRW erreicht werden können.