Neue Hinweisschilder zum Mahnmal Wilhelmshöhe

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Mahnmal Wilhelmshöhe
Eines der neuen Hinweisschilder kurz nach der Montage. Foto: BV Metzkausen

Mettmann. Der Bürgerverein Metzkausen hat neue Hinweisschilder für das Mahnmal Wilhelmshöhe gestalten lassen. Die neuen Schilder sollen die Wegweisung verbessern, zusätzliche Informationen bieten und das Stadtbild verschönern.

Die neuen Schilder zeigen den stilisierten Obelisken zwischen den Begrenzungsmauern und enthalten einen QR-Code, der auf eine Info-Seite auf der Homepage des Bürgervereins Metzkausen führt. Dort können sich Besucher über die Geschichte des Mahnmals Wilhelmshöhe seit 1872 informieren.

Für die Gestaltung konnte der Bürgerverein den Designer Dennis Dean Link der Agentur Flubber Pixels aus Metzkausen gewinnen. Die innovativen Internetspezialisten sind einer der Preisträger des German Web Awards 2022. Dennis Dean Link ist gebürtiger Metzkausener, wo er auch heute noch lebt und arbeitet.

Dennis Dean Link hat auf ein Honorar für die künstlerische Gestaltung verzichtet, wofür ihm der Bürgerverein Metzkausen ausdrücklich dankt. Der Bürgerverein und private Spenden tragen die Kosten für die Herstellung und die Montage der Schilder, so dass der Öffentlichkeit keine Kosten entstehen. Das Aufhängen der Schilder erfolgt in Absprache mit der Stadt Mettmann.

Die Wilhelmshöhe blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Am 9. März 1872 wurde der Grundstein für ein Kriegerdenkmal gelegt, das Kaiser Wilhelm I und dem Krieg von 1870/71 gewidmet war. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Anlage als Denkmal für die Gefallenen des Krieges umgestaltet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Gedenken an die Toten mit der Mahnung an die Schrecken des Kriegs verbunden. Auf der Vorderseite findet sich die Inschrift: „Den Toten der Kriege und den Opfern von Terror und Gewalt zum Gedächtnis der Nachwelt und den Lebenden zur Mahnung.“

Vor dem Mahnmal erinnern zwei Gedenkstelen an die Namen der Vermissten und Gefallenen der beiden Weltkriege. 2019 wurde eine dritte Stele in Deutsch und Französisch ergänzt. Die Partnerstädte Laval und Mettmann drücken hier gemeinsam die Trauer über die Opfer in beiden Ländern aus und betonen den Willen zu Freundschaft und friedlicher Zusammenarbeit zwischen den Völkern.

Der Bürgerverein Metzkausen setzt sich für den Erhalt des Mahnmals Wilhelmshöhe ein. Die Begrenzungsmauern und der Obelisk wurden zuletzt 2012 umfangreich restauriert. Am Mahnmal veranstaltet der Bürgerverein das jährliche Gedenken zum Volkstrauertag.