Niederlande liefern verurteilten Mörder am Mittwoch aus

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Stacheldrahtzaun hängt an einer Mauer in einer Justizvollzugsanstalt.
Stacheldrahtzaun hängt an einer Mauer in einer Justizvollzugsanstalt. Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild

Münster (dpa/lnw) – Der verurteilte Mörder Ralf H. wird am 9. März von den Niederlanden nach Deutschland ausgeliefert. Das teilte die Staatsanwaltschaft Dortmund am Montag mit. Der Antrag auf Auslieferung sei in der vergangenen Woche bewilligt worden. Am Mittwoch werde der Mörder der 1993 in Dortmund getöteten Schülerin Nicole Schalla an einem Grenzübergang den deutschen Behörden übergeben.

Ralf H. war im Dezember kurz vor seinem Gang ins Gefängnis mit seiner Lebensgefährtin aus Münster in die Niederlande geflüchtet. Er war kurz vor Weihnachten in Enschede in einer Wohnung festgenommen worden. Der 56-Jährige war geflüchtet, nachdem er sich von einer gerichtlich angeordneten Fußfessel befreit hatte. Die Ermittler hatten das Duo mit Hilfe von Zielfahndern des Landeskriminalamtes gefunden.

Ralf H. war im Januar 2021 27 Jahre nach dem gewaltsamen Tod der damals 16-jährigen Nicole Schalla vom Landgericht Dortmund zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte sie 1993 in einem Dortmunder Vorort überfallen und erwürgt – aus sexuellen Motiven.