AfD-Chef: «Uns hat das Urteil des Gerichts überrascht»

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Tino Chrupalla, Vorsitzender der AfD.
Tino Chrupalla, Vorsitzender der AfD. Foto: Federico Gambarini/dpa

Köln (dpa) – AfD-Chef Tino Chrupalla hat sich vom Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts zur Einstufung seiner Partei als Verdachtsfall überrascht gezeigt. «Uns hat das Urteil des Gerichts überrascht. Wir teilen die Auffassung des Gerichts nicht. Wir werden jetzt die schriftliche Urteilsbegründung abwarten», sagte er am Dienstagabend in Köln. Natürlich sei er auch enttäuscht. «Ist ja ganz klar.»

Das Kölner Verwaltungsgericht hatte kurz zuvor erklärt, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD als Verdachtsfall einstufen dürfe. Es gebe ausreichende Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen innerhalb der Partei, erklärte es zur Begründung. Gegen die Entscheidung kann Berufung eingelegt werden.

Chrupalla kündigte an, man werde nun prüfen, inwieweit man gegen das Urteil vorgehen werde. Zudem sagte er: «Wir werden jetzt in interne Revision auch bei uns gehen.»