Bis zu fünf Jahre Haft für Zigarettenschmuggler

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Düsseldorf (dpa/lnw) – Für den Schmuggel von Millionen unversteuerten Zigaretten sind fünf Männer in Düsseldorf zu zweieinhalb bis fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach sie am Dienstag wegen gewerbs- und bandenmäßiger Steuerhehlerei und Steuerhinterziehung schuldig.

Die Bande hatte Zigaretten unversteuert und unverzollt aus Polen über Deutschland nach Belgien und Großbritannien geschmuggelt. Der Steuerschaden lag laut Anklage bei 19 Millionen Euro. Die Haftbefehle gegen die 40 bis 54-jährigen Männer wurden nach 16 Monaten Untersuchungshaft aufgehoben – oder unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Dem Urteil war eine Verständigung der Prozessparteien vorausgegangen. Daraufhin hatten die Angeklagten Geständnisse abgelegt.

Die Zigaretten aus Osteuropa waren in Holzlieferungen versteckt. Durch einen anonymen Hinweis war die Bande aufgeflogen. Am 10. November 2020 waren bei einem Zugriff in des Hauptzollamts in Bielefeld in einem polnischen Lastwagen 3,5 Millionen Zigaretten gefunden worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.