Schweigeminute für Ukraine bei Sondersitzung im NRW-Landtag

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André Kuper spricht.
André Kuper spricht. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Mit einer Schweigeminute hat der nordrhein-westfälische Landtag der Opfer des russischen Angriffskriegs in der Ukraine gedacht. Landtagspräsident André Kuper sagte zu Beginn der Sondersitzung am Mittwoch: «Unser besonderes Mitgefühl gilt den vielen Menschen, die Opfer des Krieges sind, die Angehörige verlieren, deren Familien durch den Krieg zerrissen sind, die Hab und Gut verloren haben, die verängstigt sind oder verzweifelt, die auf der Flucht sind.»

An der Sitzung in Düsseldorf nahm auch die ukrainische Generalkonsulin in Düsseldorf, Iryna Schum, teil, die mit lang anhaltendem Applaus bedacht wurde. Zudem waren diplomatische Vertreter Polens, Ungarns und Tschechiens gekommen.

Kuper betonte: «Unser ganzer Respekt gilt den Menschen in der Ukraine, die aus Liebe zu ihrem Vaterland ihre politische Freiheit und Demokratie verteidigen.» Sie widersetzten sich den Truppen von Russlands Präsident Wladimir Putin. «Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa sind an der Seite der Ukraine. Wir stehen zusammen für Frieden, Freiheit und Demokratie.»

Es sei wichtig, auch an den Mut derjenigen Menschen in Russland zu erinnern, die die Wahrheit über den Krieg ans Licht bringen wollten und dafür große Risiken «für Leib und Leben» eingingen. «Das russische Volk ist nicht unser Feind.» Die Kriegs- und Eroberungspolitik der russischen Regierung fordere täglich neue Opfer in der Ukraine. Vor dem Landtag war als Zeichen der Solidarität die ukrainische Fahne gehisst worden.

Russland war am 24. Februar in die Ukraine einmarschiert. Laut UN-Flüchtlingshilfswerk sind mehr als zwei Millionen Menschen seit Kriegsbeginn aus der Ukraine geflüchtet. Es gibt viele Verletzte und Todesopfer.