Erdgas: Energieversorgungsstrategie werden geprüft

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Düsseldorf (dpa/lnw) – Vor dem Hintergrund des Ausmaßes russischer Erdgaslieferungen nach Deutschland stellt die nordrhein-westfälische Landesregierung ihre Energieversorgungsstrategie auf den Prüfstand. Die jüngst überarbeitete Strategie weist der Stromerzeugung aus Erdgas eine Brückenfunktion auf dem Weg in eine klimaneutrale Energieerzeugung zu. Die Landesregierung prüfe, wie die Strategie kurzfristig ergänzend abgesichert und fortgeschrieben werden könne, teilte das NRW-Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Düsseldorf mit.

«Wir müssen nun entscheiden, wie unsere Energieversorgung klimafreundlich und bezahlbar abgesichert werden kann», sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Anlass war der fünfte «Energiegipfel NRW», bei dem Vertreter von Energiewirtschaft, Industrie, kommunalen Spitzenverbänden und Tarifpartnern über die aktuelle Lage berieten.

Er sei der Bundesregierung für ihre klare Ablehnung von Forderungen nach einem Embargo dankbar, sagte Pinkwart weiter. «Ein Stopp der Energie-Lieferungen aus Russland wäre für Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland ein tiefer Einschnitt und hätte auch Folgen für die sichere Versorgung der europäischen Nachbarn bis hin zur Ukraine.»